Seid stolz auf ihn, den heiligen Gott! Seid voller Freude über ihn, Ihr, die ihr nach ihm fragt!
Geht zum Herrn, denn er ist mächtig; sucht seine Nähe zu aller Zeit (Psalm 105, 3-4)
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Ein Foto voller Gnade...

Liebe Freunde unterwegs,

heute habe ich ein Foto per email von meiner Schwester bekommen. Es beschreibt eine Geschichte der Gnade. Vor ca. 20 Jahren hatte ihre Tochter (meine Nichte), die damals 16 war, ziemlich viel Mist gebaut. Ich war zu der Zeit zufällig in Kalifornien und kann mich noch sehr gut daran erinnern, welche Schmerzen sie durch ihr Verhalten verursacht hat. Kurz nachdem wir nach Österreich zurückgekehrt waren, brachte sie einen Jungen zur Welt. Sie war erst 16, nicht verheiratet und der Vater war ein richtiger Gauner. Das Baby hieß David und wurde von Freunden der Familie adoptiert. Diese lebten aber 5000 km von meiner Nichte entfernt, an der Ostküste von Amerika. Bis vor kurzem kannte David seine leibliche Mutter nicht. Nun sind 19 Jahre vergangen. Meine Nichte traf mittlerweile eine lebensverändernde Entscheidung, nicht mehr für sich selbst, sondern völlig und allein für Jesus zu leben. Sie bekam einen neuen Anfang geschenkt, wie wir ihn alle bekommen können, wenn auch wir unser Leben in Gottes Hand legen. Zur gleichen Zeit wuchs mein Großneffe auf der anderen Seite des Landes in einer liebevollen und Jesus hingegebenen Familie auf. David ist jetzt 19, liebt Jesus und ist selber frisch verheiratet. Vor wenigen Tagen war er in Kalifornien und hat sich mit seiner leiblichen Mutter, meiner Nichte, getroffen.
Von diesem Treffen ist dieses Foto (Von links nach Rechts: meine Nichte, ihr Mann, David, seine Frau) – ein Foto voller Gnade. Gott ist gut!

Diese Geschichte erinnert mich daran, dass wir Christen uns in einem Spannungsfeld befinden. Gott ist gnädig UND er ist heilig. Man sieht z.B. in der Bergpredigt, dass Jesu Maßstab hoch war (sogar unsere Gedanken sollen rein sein). Jesus befiehlt seinen Jüngern, heilig zu sein und kompromisslos zu leben, dem Teufel keinen Raum zu geben. Und gleichzeitig sehen wir, dass bei Jesus jeder willkommen ist, ungeachtet seines Versagens und seiner Vorgeschichte. Selbst Prostituierte, Betrüger und Mörder finden Gnade bei Jesus.

Wenn ich unsere Gemeinde anschaue, wenn ich mein eigenes Leben anschaue, fällt es mir auf, wie unvollkommen wir sind. Umso erstaunlicher ist es für mich, dass der Heilige Gott uns liebt und sucht. Aber das ist nur der Anfang. Wie bei meiner Nichte, möchte Gott uns in das Ebenbild Jesu verändern. Diesen Prozess der Veränderung nennen wir die Heiligung. Wer sich Jesus hingibt, bittet Gott auch all das zu entfernen, was IHM in unserem Leben nicht gefällt. Das bedeutet, Christ zu sein: in der wunderbaren Kraft der Gnade zu leben und sich kompromisslos verändern zu lassen. Dass wir dazu bereit sind, ist mein Gebet für mich und uns alle.

In Christus verbunden, euer Jim

Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit voller Gnade und Wahrheit, wie nur er als der einzige Sohn sie besitzt, er, der vom Vater kommt.“ Joh. 1:14

© Evangelikale Gemeinde Kagran 2012